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Flat White Zubereitung & Unterschied zum Cappuccino

Der Flat White sieht dem Cappuccino zum Verwechseln ähnlich, Rezept und Zubereitung sind aber nicht immer identisch. In unserem Ratgeber erklären wir dir den genauen Unterschied zwischen Flat White Coffee und Cappuccino und stellen dir unser Lieblings-Kaffee-Rezept vor. Damit gelingt dir auch zu Hause ein leckerer Flat White nach allen Regeln der Kunst! 

 

Flat White Geschmack

Was ist ein Flat White? Der Unterschied zum Cappuccino

Die Bezeichnung „Flat White“ bezieht sich auf die Zubereitungsvariante des Cappuccinos. Der größte Unterschied liegt im Milchschaum: Beim Flat White ist die Milch fast flüssig, weil sie sehr feinporig aufgeschäumt wird – also nur mit wenig Luft. Beim klassischen Cappuccino ist die Milch fester: es wird viel Luft aufgeschlagen, so dass ein richtiges Schaumhäubchen bleibt. 

Außerdem ist das Verhältnis zwischen Kaffeemenge und Milch unterschiedlich:

  • Zubereitung eines Cappuccinos: 1/3 Kaffee (einfacher Espresso), 1/3 Milch, 1/3 Milchschaum mit Häubchen
  • Zubereitung eines Flat White: 1/3 Kaffee (doppelter Espresso), 2/3 feinporiger Milchschaum (Microfoam)


Um dieses Verhältnis zu erreichen, wird für den Flat White ein doppelter Espresso zubereitet.

Auch geschmacklich gibt es Unterschiede: Beim Flat White schmeckt man mehr Kaffeearomen heraus als beim Cappuccino. Anders ausgedrückt: Der Flat White schmeckt mehr nach Kaffee als der Cappuccino. Das liegt zum einen am doppelten Espresso und zum anderen an der braunen Crema des Flat Whites.

Handelt es sich also einfach um eine Cappuccino-Variation mit mehr Geschmack? Wir sagen: Ja! Das Kaffeegetränk ist hierzulande zu einem richtigen Trend geworden: Inspiriert von den Australiern findet der Kaffee immer mehr Einzug in die Städte Europas. In den meisten österreichischen Kaffeehäusern und Starbucks-Filialen findest du den Flat White in der Getränkekarte. 

 

Flat White Rezept: So gelingt die Zubereitung

Genug Theorie, rein in die Praxis! Wir sehen uns jetzt genauer an, wie die Zubereitung aussieht und mit welchem Rezept auch zu Hause ein leckeres Kaffeegetränk gelingt.

Du benötigst:

  • einen doppelten Espresso (50–60 ml) 
  • ca. 90 ml frische und kalte Vollmilch
  • die Dampfdüse der Siebträgermaschine (alternativ geht auch ein Milchaufschäumer)
  • ein Milchkännchen zum Aufschäumen
  • eine Caffe Latte-Tasse mit einem Fassungsvermögen von ca. 350 ml 
  • Geduld: Zugegeben, feinporige Milch aufzuschlagen ist nicht gerade einfach. Auch ein Barista braucht Übung darin. Mit der Zeit wirst du aber ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel Luft du benötigst, um die Milch nur leicht aufzuschäumen

 

In 3 Schritten zum Trend-Getränk:

Flat White Geschmack

Schritt 1.: Bereite einen doppelten Espresso zu.

Wie das mit der Siebträger-Maschine funktioniert, haben wir in unserem Ratgeber „Siebträger“ Schritt für Schritt zusammengefasst.

Schritt 2.: Dann wird Milch aufgeschäumt.

Wenn du bisher nur Milch für Cappuccinos aufgeschäumt hast, dann lies jetzt ganz genau ? Du benötigst für den feinporigen White Flat-Schaum nämlich nur sehr wenig Luft! Folge diesen Schritten:

  • Dampfdüse ausblasen
  • Milch in das Milchkännchen gießen (ca. halb auffüllen)
  • Good to know: Es geht hauptsächlich um das Erhitzen der Milch und weniger darum Schaum zu produzieren!
  • Milchkännchen am Henkel halten und Dampflüste knapp unter die Milchoberfläche führen. Mit der anderen Hand das Kännchen stützen, so kann man die Temperatur erfühlen. Nun beginnt die sogenannte „Ziehphase“: die hört man am gleichmäßigen Zischen. Bei lauwarmer Milch wird die Dampfdüse langsam tiefer in das Kännchen geführt, es kommt zur zweiten Phase – die Rollphase. Jetzt werden die Luftbläschen zerkleinert und der Microfoam entsteht. Um nicht zu viel Milchschaum zu produzieren, solltest du die Dampflanze nicht zu tief setzen und nur kurz schäumen!
  • Das Kännchen schwenken, so dass die Milch nicht stehen bleibt und ggf. das Kännchen ein bis zweimal auf einer ebenen Fläche aufschlagen, so dass die Luftblasen verschwinden.

Schritt 3.: Nun wird die Milch in die Tasse mit dem doppelten Espresso gegeben.

Die Milch gießt du am besten von oben unter die Crema, so bleibt die braune Crema erhalten – das „Markenzeichen“ des Flat White. Auch Latte Art ist selbstverständlich erlaubt und sieht mit der dunklen Crema sogar richtig cool aus.

 

 

FAQ zum Flat White – wir beantworten alle Fragen! 


Wie sehen Flat White Gläser aus?

Ob Kaffee aus dem Glas oder aus der Tasse genossen wird ist eine Grundsatzfrage. Die einen bevorzugen Porzellan, die anderen mögen lieber Glas. Wir von RAUWOLF servieren dir deinen Flat White in einer Cappuccino-Tasse. Wenn du dein home-made Getränk in Gläsern servieren möchtest, dann achte auf eine Füllmenge zwischen ca. 350 ml. Spezielle Gläser für Kaffees müssen nicht extra gewärmt werden bzw. halten das Heißgetränk lange warm.

Wie viele Kalorien hat ein Flat White?

Hier sind sich Flat White und Cappuccino sehr ähnlich: Beide Getränke kommen auf ca. 90 kcal, wenn sie mit Vollmilch und ohne Zucker zubereitet wurden. Bei fettarmer Milch reduzieren sich die Kalorien auf ca. 60 kcal. Und apropos Milch: Welche Milch eignet sich zum Aufschlagen besser? Eindeutig Vollmilch! Als vegane Alternative empfehlen wir Soja- oder Mandelmilch.

Kann man einen Flat White selber machen?

Du kannst den Flat White bei uns im Rauwolf Rösthaus + Brewbar genießen oder ihn ganz einfach selber machen. Wichtig ist nur die richtige Kaffeebohne und ein feinporiger Milchschaum. Mit ein bisschen Übung wird dir ein gutes Ergebnis auch zu Hause gelingen!

Kann man mit dem Kaffeevollautomat einen Flat White zubereiten?

Prinzipiell ja. Für bestes Ergebnis empfehlen wir, mit dem Kaffeevollautomaten einen doppelten Espresso zuzubereiten und den Schaum mit der Dampflanze zu schäumen. Nur damit gelingt nämlich der Microfoam. Wenn du keinen Vollautomaten mit Dampflanze hast, dann verwende anderes Equipment zum Aufschlagen. Achte aber darauf, dass du die Milch nur schaumig schlägst und sie nicht zu fest wird.

Worin unterscheiden sich nun Flat White und Latte Macchiato?

Beim Latte Macchiato wird mehr Milch (ca. 200 ml) verwendet. Außerdem ist die Basis ein einfacher Espresso. Dieser wird auf die Milch gegossen und nicht umgekehrt.

Bildquellen: © nndanko - stock.adobe.com, © franz12 - stock.adobe.com, © chokniti - stock.adobe.com, © franz12 - stock.adobe.com, © OlegDoroshin - stock.adobe.com

Autor: Michael Parzefall
Autor: Michael Parzefall

Michael ist Gründer und Röstmeister von RAUWOLF. Nach jahrzehntelanger Tätigkeit im Top-Management internationaler Unternehmen hat er seine Leidenschaft für Kaffee zum Beruf gemacht. Am liebsten röstet er heute Bohnen kleiner Farmen aus naturnahem Anbau und teilt sein Kaffeewissen im RAUWOLF Rösthaus, auf YouTube oder im Baristakurs.

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